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1 Jahr nach meinem Auszug - ein kurzes Resümee


Nun ist es schon ein Jahr her, seitdem sich vieles für mich änderte. Ich wurde mit meinem Abitur fertig und es wurde Zeit für etwas Neues. Ich begann mein Studium und wechselte dafür sogar den Ort. Ich bin zuhause, da wo ich groß geworden bin, ausgezogen und in eine WG 2,5h entfernt eingezogen und musste ab da für mich selbst sorgen.
Die Zeit rennt so unglaublich schnell davon. Einerseits kommt es mir gar nicht wie ein Jahr vor, andererseits fühle ich mich in meiner WG so wohl, dass ich das Gefühl habe, schon ewig dort und "alleine" zu wohnen.



Noch vor einem Jahr schrieb ich diesen Post. Zu der Zeit hatte gerade alles angefangen. Ich wohnte seit einer Woche in der WG und kannte meine Mitbewohnerinnen noch nicht persönlich. Es war noch alles so neu. Zuhause wusste ich genau, welche Tür gerade ins Schloss fällt, wer die Treppe hochkommt, welche Treppenstufe welche Geräusche macht und hätte mich auch nachts ohne Probleme zurecht gefunden. Das war nun anders. 
Anfangs war es für mich eine Mischung aus der "Angst" wie es ist, auf eigenen Beinen zu stehen und der Freude genau dies endlich zu können. Ich wusste nicht, was alles auf mich zukommt und auch nicht, wie es sein wird zuhause zu Besuch zu sein. Ich musste mich erst noch in die neue Situation einfinden.

Aber nun, ein Jahr später, kann ich sagen, dass alle Unsicherheiten und Ängste, die es anfangs gab, vollkommen grundlos waren.

In diesem einen Jahr sind unglaublich viele Dinge passiert. Das erste Jahr meines Studiums ist nun rum, ich habe eine neue Sprache gelernt, neue Freunde kennengelernt und mich sogar im Kochen verbessert (obwohl mir das echt keinen Spaß macht). Aber immer nur einfache Tütensuppe ist eben langweilig :D.

Insgesamt das Für-sich-alleine-sorgen fiel mir nicht so schwer und war nicht so lästig für mich, wie es mir von vielen prophezeit wurde. Klar war es eine Umstellung auf die ganzen Annehmlichkeiten im "Hotel-Mama" verzichten zu müssen. Kochen, waschen, putzen - alles Dinge, die nun mal gemacht werden müssen. Und auch der Kühlschrank füllt sich erstaunlicherweise nicht von alleine :D. Aber irgendwann kommt halt jeder Mal an diesen Punkt in seinem Leben und unbedingt schlecht, ist er ja nicht.

Denn das Alleineleben bietet zudem auch viele neue Freiheiten, ist ein neuer großer Schritt hin zum Erwachsenwerden und bringt Unabhängigkeit und Selbstständigkeit.
Man kann das machen, was man für richtig hält. Putzen, wann man es für sinnvoll erachtet (zumindest im eigenen Zimmer, in der WG selber sollte man sich natürlich an Putzpläne halten), ist niemandem eine Rechenschaft schuldig, wo man hingeht und wann man wieder kommt. Das passiert alles ganz spontan und frei. Und das liebe ich!

Besuche zuhause sind immer wieder schön. Freunde treffen, Familie treffen, die gewohnte Umgebung wiedersehen. Aber mittlerweile könnte ich mir auch gar nicht mehr vorstellen, wieder komplett in meinem Elternhaus einzuziehen. Zu sehr hab ich mich schon an die Freiheiten und das Alleineleben gewöhnt! :D

Und nun zudem, weshalb ich überhaupt ausgezogen bin: Mein Studium. Es ist zwar viel und zeitaufwendig, macht mir aber immer noch Spaß und ich denke, ich habe mich für das Richtige entschieden. Voraussetzung war, die niederländische Sprache zu lernen. Anfangs hatte ich Bedenken, ob ich das hinbekommen würde. Doch man gewöhnt sich schneller als man denkt an die Sprache und nach neun Monaten musste ja auch das NT2 Staatsexamen bestanden werden. Daher gab es hinter dem Ganzen schon ein wenig Druck. :D 



Abschließend kann ich euch nur motivieren: Vieles ist nicht so schlimm oder kompliziert, wie man anfangs vielleicht glaubt. Auch dann nicht, wenn viele einem das, was man machen möchte, nicht zutrauen. Man muss es sich nur selbst zutrauen, es machen, an sich selbst glauben und vor allem es durchziehen! :)

Denn: Ohne es probiert zu haben, kann man nicht wissen, wie es ist, ob es was für einen ist und ob man sich damit gut fühlt. 

Wie ging es euch mit dem Auszug von zuhause? Oder steht ihr vielleicht kurz davor?



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